KFZ Zulassung – Vorgehen

Die Anschaffung und Zulassung eines Automobils ist gerade in finanzieller Hinsicht ein Thema, das oft für Gesprächsstoff sorgt. Deshalb hier die KFZ Zulassung im Überblick!

Vorgehen bei der KFZ Anmeldung

Damit ein Fahrzeug am deutschen Straßenverkehr teilnehmen kann, muss es vorher bei einer Zulassungsbehörde angemeldet werden. Deutschland wird oft belächelt, wenn es um dessen komplizierte Bürokratie geht. Allerdings sind viele Vorgaben der deutschen Gesetze durchaus sinnvoll und treffen Vorsorgemaßnahmen, die in Notfällen wichtig sind.

KFZ Haftpflichtversicherung ist ein Muss

Auch die Haftpflichtversicherung für Fahrzeuge ist sehr sinnvoll. Sie wird zur Pflicht, damit ein Fahrzeug angemeldet werden kann. Die obligatorische Haftpflichtversicherung dient zur Absicherung der Opfer eines Verkehrsunfalls. Diese Versicherung übernimmt für das ein Auto oder andere Fahrzeuge Behandlungskosten für eventuell Verletzte und kommt auch für die Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten für geschädigte Unfallbeteiligte auf. Eine Haftpflichtversicherung verhindert, dass lang andauernde Streitigkeiten die Unfallopfer nicht weiter schädigen. Zur Anmeldung ist daher die Codenummer notwendig, die von der Versicherung vergeben wird. Liegt diese nicht vor, kann das Fahrzeug bei der Zulassungsbehörde nicht angemeldet werden.

Früher diente die Doppelkarte als Versicherungsbestätigung. Diese wurde jedoch von der sogenannten eVB Nummer ersetzt. Diese Nummer wurde hinsichtlich eines einheitlichen, europaweiten Zulassungsverfahrens eingeführt. Die einheitlichen eVB Nummern ermöglichen eine bessere Übersichtlichkeit für Behörden. Darüber hinaus werden jedoch auch noch weitere Unterlagen für die Zulassung eines Fahrzeuges benötigt. Eine Zulassung kann auch durch einen professionellen Anmelde-Service übernommen werden, wenn die Teilnahme am Straßenverkehr möglichst schnell erfolgen soll.

Dokumente zum Ausweisen

Zur Anmeldung gehört des Weiteren auch ein angemessenes Identifikationsmittel. Früher wurden zur Anmeldung des Fahrzeuges auch Fahrzeugbrief- und schein benötigt, in heutigen Zeiten benötigt die Zulassungsbehörde für Neuwagen die Zulassungsbescheinigungen I und II, für Gebrauchtwagen erhalten Zulassungsbescheinigungen anstatt der bisherigen Dokumente. Alte Fahrzeugscheine- und briefe müssen jedoch nicht ausgetauscht werden, ihre Gültigkeit besteht nach wie vor. Alle erforderlichen Dokumente, die zur Zulassung benötigt werden, besitzen die gleiche Relevanz.

KFZ Kennzeichen

3d kennzeichen einfach und bequem online bestellenSo bald ein Dokument fehlt, kann die Anmeldung nicht erfolgen. Soll ein Fahrzeug umgemeldet werden, werden die erforderlichen Unterlagen umgeschrieben und werden zu den neuen Bescheinigungen Teil I und II umgewandelt. Auch die eVB Nummer muss bei der Ummeldung vorhanden sein, um eine Haftpflichtversicherung nachweisen zu können. Ebenso müssen die Kennzeichen des Fahrzeugs mitgeführt werden. Neben den konventionellen KFZ Kennzeichen aus Blech existieren auch moderne 3D Kennzeichen. Gerade wenn Sie online ein Kennzeichen kaufen, bestellen oder reservieren möchten kann dies die beste Alternative sein.

Falls ein Fahrzeug nicht vom Halter umgemeldet wird, benötigt der Ummeldende eine Vollmacht des Halters. Mittlerweile fordern viele Zulassungsbehörden auch die Einzugsermächtigung für die KFZ Steuer ein. Zur Ummeldung mitgebracht werden, müssen auch Nachweise über die Haupt- und Abgasuntersuchung des Fahrzeugs, wenn diese notwendig sind. Eventuell müssen auch Auszüge aus dem Handelsregister oder ein Gewerbeschein mitgeführt werden, wenn das Fahrzeug für gewerbliche Zwecke oder Vereine angemeldet wurde. Auch wenn die Absicht der Weiterführung dieser besteht bzw. für die Zukunft geplant werden, müssen diese Dokumente der Zulassungsstelle vorliegen.

Damit der Besuch der Zulassungsbehörde nicht zu Zeiten erfolgt, an denen die geschlossen hat, sollte der Fahrzeughalter sich bereits im Vorfeld darüber informieren, wann die Zulassungsstelle geöffnet ist. Zulassungsbehörden werden zwar stark frequentiert, was unter Umständen eine lange Wartezeit erfordert, diese kann man jedoch umgehen, wenn die Behörde frühzeitig zu den Öffnungszeiten aufsucht. Damit die Zulassung erfolgreich ist, sollten alle notwendigen Unterlagen und Dokumente vorhanden sein.

Der Fahrer sollte sich gut auf den Weg zum Amt vorbereiten. Wenn alle Dokumente vollständig sind, können die Beamte schneller arbeiten und lange Wartezeiten werden verhindert. Welche Dokumente notwendig sind, kommt auf die Art der Zulassung an, wie gesagt, diese wird nur erteilt, wenn alle Papiere vorhanden sind. Ein Fahrzeug muss keinesfalls persönlich zugelassen werden, da die Zulassung auch durch eine andere Person beauftragt werden kann. Diese muss jedoch mit einer gültigen Vollmacht des Halters zur Behörde gehen.

Alle beantragten Anmeldungen beziehungsweise auch Um- oder Abmeldungen müssen bei der Zulassungsbehörde erfolgen, die gleichzeitig auch Hauptwohnsitz des Halters ist. Die Versicherungsbestätigung, auch eVB genannt, kann bei der Versicherung angefordert werden. Hierfür ist die telefonische Anforderung ausreichend. Die eVB Nummer wird meist innerhalb kurzer Zeit zugewiesen. Diese Nummer ist immer siebenstellig.

Wunschkennzeichen reservieren

Die meisten Zulassungsbehörden ermöglichen dem Fahrzeughalter die Wahl des Unterscheidungskürzels. Die kostenpflichtige Reservierung des Wunschkennzeichens ist bei vielen Behörden auch über das Internet möglich. Die komplette Zulassung kann jedoch aktuell noch nicht online erfolgen, da der persönliche Besuch des Amtes zur Aushändigung der Fahrzeugpapiere unumgänglich ist. Jedoch ist die Vorbereitung im Internet möglich, denn diese sorgt auch für verkürzte Wartezeiten und ist im Sinne der Behörde und des Fahrzeughalters. Wenn die Anmeldung online vorbereitet wird, werden die Daten von der Behörde kontrolliert und die Fahrzeugpapiere ausgedruckt.

Eine Ausnahme gibt es jedoch in Deutschland, denn in Hamburg kann eine Ummeldung auch online durchgeführt werden. Dokumente und Schilder können auch durch bestimmte Postfilialen übergeben werden. Wer eine Wiederzulassung beantragen möchte, sollte beachten, dass eine Betriebserlaubnis nicht mehr automatisch nach 1,5 Jahren ungültig wird. Mittlerweile erlischt diese erst 7 Jahre, nachdem das Fahrzeug stillgelegt wurde. Erst nach dieser Zeit ist wieder eine Vollabnahme des Fahrzeugs notwendig. Wenn also das Fahrzeug vor weniger als 7 Jahren stillgelegt wurde, müssen der Behörde nur die Fahrzeugpapiere und jeweils die neue HU und AU vorgelegt werden, wenn diese benötigt werden.

Kommen Papiere und/oder Kennzeichen abhanden, muss dem Amt eine Verlusterklärung des Halters vorliegen. Falls der Verlust durch Diebstahl entstanden ist, benötigt die Behörde zusätzlich auch eine Kopie der polizeilichen Anzeige. Die Gebühren der verschiedenen Zulassungsbehörden sind unterschiedlich und können am Automaten der jeweiligen Zulassungsstelle entrichtet werden. Der alte Fahrzeugbrief darf beim Halter verbleiben. Sollte dies gewünscht sein, sollte der Halter dies dem Amt mitteilen. Wenn der ausgediente Fahrzeugbrief durch die neue Zulassungsbescheinigung ausgetauscht wird, wird er zuvor von der Zulassungsstelle entwertet. Je nach Vorgang ist es wichtig darauf Acht zu geben, welche Papiere dem Amt vorgelegt werden müssen, da unter Umständen ein erneuter Besuch der Behörde erforderlich ist.

Quellen:

http://www.kfz-ummelden.de/kfz-zulassung/

http://www.autobild.de/artikel/kfz-zulassung-1792879.html